Der Stifter Dr. Dr. Hans Vießmann: Ein Porträt

Hans Vießmann, der 1917 in Hof ander Saale geboren wurde, war einer der großen deutschen Unternehmerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Ein begnadeter Techniker und Ingenieur mit unerschöpflichem Erfindungsgeist, mit sicherem Sinn für das technisch Machbare ebenso wie für die Bedürfnisse des Marktes und der Marktpartner. Ein Visionär mit Mut zum unternehmerischen Risiko und der Gabe, auch in schwierigen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mehr als 1 500 Patente und Schutzrechte dokumentieren das unermüdliche Engagement, sowie die herausragende technische Kompetenz und Innovationskraft, mit der er immer wieder neue Maßstäbe setzte.

Doch Hans Vießmann war nicht nur international anerkannter technischer Innovator, sondern auch bedeutender Mäzen in Kunst, Kultur und Wissenschaft. Stark ausgeprägt war auch sein soziales und kulturelles Engagement, mit dem er sich der Bewahrung von Kunst und Kulturgütern annahm, um diese für spätere Generationen zu sichern.

Hans Vießmann verstand es, sein Unternehmen mit innovativen Produkten unter dem Einfluss der Energiekrisen der 70er Jahre weiter zustärken. So führte er in jener Zeit mit großem Erfolg eine Fülle besonders umweltschonender und energieeffizienter Produkte ein, die genau die Markterfordernisse trafen und noch heute als technologische Meilensteine gelten. Dank seiner klugen und weitsichtigen Innovationspolitik und Unternehmensführung errang sein Unternehmen Weltgeltung.

Aus dem, was Hans Vießmann 1947 mit Kraft, Erinnerung und Wissen aus Trümmern und Zerstörungen barg, errichtete der Unternehmer aus Leidenschaft die Unternehmensgruppe Viessmann, heute mit 2,2 Milliarden Euro Umsatz Arbeitgeber für 11.600 Menschen. Als Dr. Hans Vießmann am 30. März 2002 im Alter von 84 Jahren starb, hinterließ er seinem Sohn und Nachfolger Dr. Martin Viessmann ein wohl bestelltes Haus – und die Herausforderung zweier erfolgreicher Unternehmergenerationen.


Dr. Dr. Hans Vießmann

  • geboren am 15. November 1917 in Hof
  • 1928 Besuch der Oberrealschule in Hof
  • 1935 Lehre zum Maschinenschlosser
  • 1937 Gesellenprüfung und Landessieger
  • 1938 Umzug in das nordhessische Allendorf (Eder) und Neueröffnung des Betriebs
  • 1946 Heirat mit Martha Laute
  • 1947 Übernahme und Neuerrichtung des väterlichen Betriebs aus Trümmern
  • 1957 Mitgründer des Stahlheizkesselverbandes (Präsident bis 1969)
  • 1957/58 Studium in Schweden und der Schweiz zu „ölgefeuerten Heizungsanlagen“
  • 1967 Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
  • 1980 Auszeichnung „Rudolf-Diesel-Medaille“
  • 1982 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität Marburg
  • 1991 Übergabe der Viessmann Unternehmensgruppe an Sohn Martin
  • 1992 Hessischer Verdienstorden
  • 1992 Ehrenbürger und Goldene Bürgermedaille der Stadt Hof (Saale)
  • 1993 Verleihung der Ehrendoktorwürde Laurier-Universität Waterloo
  • 1994 Verleihung des „Großen Bundesverdienstkreuzes“ mit Stern- und Schulterband (BRD)
  • 2002 in Hof verstorben